Angenrod

Der erste schriftliche Hinweis auf Ingerode (später Angenrod) findet sich in einer im damaligen Ailesuelt (Alsfeld) angefertigten Pergamenturkunde vom 26. April 1272.
Als älteste Gebäude des Ortes gelten die damalige Wasserburg und die oberhalb gelegene Mühle. Zusammen mit den später errichteten Bauernhöfen der Hintersassen formte sich daraus allmählich das Dorf Angenrod.
Bis zum Jahr 1450 wechselte die Gutsherrschaft in Angenrod mehrfach und der Ort war sogar einige Zeit unbewohnt (wüst).
Am 26.8.1450 erhielt das Adelsgeschlecht „von Nodung“ aus dem Dorf Wehrda bei Marburg die Wüstung Ingerode (von Landgraf Ludwig I. zu Marburg) zum Lehen.
Im„ Kirchsatz zu Gedörne und Zelle“ (Angenrod & Billertshausen und Zell) wurden auch die Gerichts- und Patronatsrechte vergeben.
Die Familie der von Nodungs hatte bereits im 14. Jahrhundert sonstige Rechte in Ohmes, des weiteren in Reprode (Wüstung vermutlich im heutigen Bereich des Antrift-Stausees), Vockenrod, Heimertshausen sowie Zell besessen.